5 Typische Mythen der Babyerziehung, die Du besser nicht glauben solltest!

Bei der Babyerziehung kann vieles falsch gemacht werden. Besonders dann, wenn man an manche Mythen glaubt, die leider immer noch Bestand haben:

Du fragst Dich, wie Du Dein Kind am besten behandelst? Bestimmt hast Du schon einmal mindestens einen dieser Tipps von Bekannten gehört.

Wenn es um die Babyerziehung geht, hat anscheinend jeder Mensch plötzlich Expertenwissen und muss seine besonderen Ratschlage dann auch kundtun. Das allerdings hinter vielen bekannten Erziehungsmethoden kein wirklicher Sinn, oder sogar ein negativer Einfluss auf das Kind steckt, sollte Dir unbedingt klar sein! Legen wir also los:

Mythos 1: Das Kind schreien lassen

Fürsorge in der Babyerziehung Fangen wir gleich mal mit einem ganz
schlimmen Fall an. “Du musst das Baby
auch einfach mal schreien lassen.
Es muss lernen, mit den eigenen Problemen fertig zu werden.” Mach das bitte nicht.
Ein Baby kann sich, wenn es noch nicht sprechen kann, nicht anders bemerkbar machen, als durch Schreie. Wenn es sich nun bemerkbar macht, dann hat das seinen Grund. Es muss nicht unbedingt etwas ernstes sein, wie Bauchschmerzen oder Hunger, sondern es kann auch ein einfacher Wunsch nach Gesellschaft und Zuneigung sein. In der Babyerziehung sollten diese Punkte ganz oben auf Deiner Liste stehen. Schau also besser nach, was Dein Kleiner/ Deine Kleine hat und kümmere Dich darum, anstatt ihn/sie einfach alleine zu lassen.

Mythos 2: Das Kind sollte nicht zu Dick werden

Solange Du noch stillst, brauchst Du Dir um den Babyspeck Deines Kindes keine Sorgen zu machen, wenn überhaupt erst dann, wenn er zu wenig wird. Die Muttermilch ist die ideale Nahrung für das Kind und Dein Kind weiß sehr genau, wie viel es davon benötigt. Schon Babys haben ein sehr gut reguliertes Ernährungssystem und daher auch ein starkes Sättigungsgefühl, wenn sie genug haben.
Wenn Dein Kind also mal ein bisschen rundere Wangen bekommt, dann ist das in Ordnung so.

Mythos 3: Den Teller leer essen

An diesen Mythos halten sich sogar noch Erwachsene und essen dadurch weit über ihren Hunger hinaus, obwohl ihr Magen dagegen streikt. Warum weiß dann auch keiner so Recht.
Wie bereits besprochen, Dein Kind hat bereits ein Sättigungsgefühl und wenn dieses einsetzt, hört es auf zu essen. Wenn Du das Kind nun zwingst weiter zu essen, nimmt es mehr Kalorien zu sich, als es benötigt und wird auf Dauer zu dick. Die noch schlimmere Folge davon ist, dass das Sättigungsgefühl so bei dem Kind abtrainiert wird und es dauerhaft zu viel Essen wird. So können Essstörungen entstehen! Wenn Dein Kind also ein wenig Essen stehen lässt, dann belasse es auch bitte dabei.

Mythos 4: Zu verwöhnte Babys werden zu “Muttersöhnchen”Familienzeit während der Babyerziehung

Dieser Mythos gilt für Jungen wie auch für Mädchen und ist jedoch bei beiden falsch. Wichtig: Hier ist Verwöhnung im Sinne von Zuneigung gemeint. Ein sogenanntes “Muttersöhnchen” (Mir ist leider keine weibliche Form dieser Bezeichnung eingefallen) entsteht dann, wenn man dem Kind jegliche Entscheidungsgewalt nimmt. Erst dann lernt das Kind nie, selbst eine Entscheidung zu treffen und benötigt für jede Kleinigkeit den Rat der Eltern.
Das einzige, was bei viel Zuneigung und Verwöhnung in der Babyerziehung entsteht, ist ein starker Bund zwischen Eltern und Kind. Es hat so später mit großer Wahrscheinlichkeit das Ziel, Dich stolz zu machen und wird nur in sehr wenigen Fällen auf die “schiefe Bahn” geraten. Also lohnt sich viel Zuneigung, zumindest, wenn Du eine gute Beziehung zu Deinem Kind aufbauen möchtest.

Mythos 5: Es gibt für alles feste Zeitpunkte

Egal, ob es um das Trocken werden, das Krabbeln, oder das Laufen geht, es gibt für alles eine konkrete Monatsangabe, ab wann das Baby was können muss. Schaft es einiges eher als die Norm sagt, ist es ein Überflieger, braucht es ein paar Wochen bis Monate länger, ist es eventuell zurückgeblieben. Mittlerweile ist es Gottseidank weitgehend bekannt, dass diese Daten nicht bindend sind.
Bei diesen Werten handelt es sich bloß um Durchschnittsangaben. In welchem Tempo Dein Kind nun die Ziele erledigt, hat überhaupt nichts mit dem IQ oder ähnlichem zu tun. Wenn Dein Kind z.B. mit dem Laufen ein paar Monate hinter dem Durchschnitt liegt, brauchst Du Dir noch gar keine Sorgen zu machen. Wenn Du den Eindruck hast, dass Dein Kind ein wenig Probleme mit den einzelnen Schritten hat, rede mit einem Kinderarzt, oder Deiner Hebamme.

Das waren einige der bekanntesten Mythen zur Kindererziehung. Es gibt wahrscheinlich noch viele mehr, daher sei darauf gefasst, dass Du noch viel Halbwissen über die Babyerziehung hören wirst. Wenn Du diese Ratschläge aber stets hinterfragst und nicht blind die Methoden anderer Leute durchführst, kann nur noch wenig schiefgehen!

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